Irkutsk

Irkutsk ist eine der ältesten Städte Sibiriens

Viele wichtigste Ereignisse in der russischen Geschichte sind mit Irkutsk verbunden. Es ist relativ einfach die Stadt auf der Karte zu finden: als Orientierungspunkt dient die Sichel des Baikalsees. Irkutsk liegt etwa sechzig km nördlich, am Südende des Bailkals. Die Geschichte der Stadt stammt aus dem 1661 Jahren. Russische Kosaken-Landsmänner haben am Flussufer Angara eine Holzfestung erbaut, dort, wo der Fluss Irkut in den riesigen und kräftigen Fluss mündet. 25 Jahre später hat Irkutsk das Stadtrecht mit eigenem Siegel und Wappen erhalten.

Irkutsk Reise

Was für ein Tier ist im Wappen von Irkutsk?

Das Wappen zeigt ein laufendes Tier „Babr“. So wurde in Sibirien der Ussuritiger oder Sibirische Tiger genannt. Der Tiger trägt einen Zobel im Fang. Er symbolisiert die Macht des Sibiriens, der Zobel - sein Reichtum.

REISE NACH SIBIRIEN 18.08.- 30.08.2020

Verbindung mit der Mongolei und China 

Bald hat Irkutsk angefangen eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen Russland, der Mongolei und China zu spielen. Darum wurde 1725 die erste Russisch-Mongolische Schule gegründet, um Fachleute in Fremdsprachen zu unterrichten, die für den Handel mit China und der Mongolei von enormer Bedeutung war. 1805 folgte dann das erste Gymnasium. Trotzdem konnten insgesamt nur 20% der Männer und 5% der Frauen lesen.

Ort der Verbannung für politische Gefangene 

In der Zarenzeit wurde Sibirien zum Ort der Verbannung politisch Verfolgter. Verbannt wurden auch Teilnehmer der polnischen nationalen Befreiungsbewegung von 1886. Sie haben in Irkutsk eine katholische Kirche errichtet. Diese polnischen Revolutionäre haben sich um die Wissenschaft in Sibirien verdient gemacht. Ihre Namen sind bis heute fest in der sibirischen Geschichte verankert. So wurde das Kap am Baikalsee nach dem polnischen Geologen benannt – „Stein von Tscherskiy“. Diesen werden wir auf unserer Reise „Naturwunder Sibirien“ besichtigen, weil von dort eine fantastische Aussicht auf den Baikalsee ist.

Dekabristen in Irkutsk 

Dekabristen waren adelige Revolutionäre, die sich am 14. Dezember 1825 als erste mit Waffengewalt gegen Autokratie und Leibeigenschaft gewehrt haben. Ihre 5 Anführer wurden gehängt, 121 wurden nach Sibirien zur Zwangsarbeit verbannt. Nachdem sind die meisten mit ihren Familien in Sibirien geblieben. In diesem damals relativ wenig kultivierten Teil Russlands, brachten sie als Strafgefangene Kultur und Bildung und stehen deshalb heute noch in hohem Ansehen.

Kirchen in Irkutsk

Die ersten Kosaken haben orthodoxe Schreine mit sich getragen: Ikonen, Kreuze auf der Brust, Gebetsbücher. Sie begannen sofort Kapellen, später Tempel, zuerst aus Holz, dann aus Stein zu bauen. Heute gibt es in Irkutsk rund fünfzig Kirchen und Kapellen. Die Einwohnerzahl beträgt rund sechs Hunderttausend Menschen. Irkutsk ist multikonfessionell. In der Stadt kann man nicht nur orthodoxe und eine katholische Kirche, sondern auch Moscheen, Synagogen und buddhistische Tempel finden.

Die ältesten Steingebäude in Ostsibirien

Die Erlöserkirche und die Erscheinungs-Kathedrale sind zwei der ältesten Steingebäude in Ostsibirien. Die Erlöserkirche ist das einzige Gebäude, die von der Irkutsker Festung geblieben ist. Sie wurde fünfzig Jahre später nach der Stadtgründung erbaut und in der Festungsmauer integriert. Die Kirchenarchitektur ist ähnlich mit der russischen mittelalterlichen Architektur. Ein unbekannter Architekt hat sie im Stile des Mittelalter erbaut. In der Architektur der Erscheinungs-Kathedrale spürt man schon moderne Strömungen seiner Zeit – Frühbarock an der Fassade.